Sucht im Portrait: Putzsucht
Die Putzsucht oder der Putzzwang ist eine durchaus weit verbreitete Erkrankung. Die Ursachen sind unterschiedlich, aber es handelt sich um eine psychische Erkrankung. Durch das manische und permanente Putzen werden Dinge kompensiert. Es ist in der Tat so, dass vor allem Frauen unter er Putzsucht leiden.
Im Gegensatz zum Waschzwang geht es bei der Putzsucht um das permanente Reinigen von Teppichen, Gegenständen und Möbeln. Ähnlich wie bei Waschzwang geht es aber auch hier darum die Kontrolle zu bewahren und um panische Angst davor unheilbare Erkrankungen zu bekommen. Indem die erkrankte Person ständig putzt, meint sie sich vor Krankheiten, Viren und Infektionen schützen können.
Die Putzsucht verursacht einen großen Leidensdruck beim Erkrankten und ist vor allem für die Familienmitglieder ein großes Problem. Sie führt dazu, dass eine freies Entfalten der Kinder schier unmöglich wird, und sich die Angst des Erkrankten selbstverständlich auf die Kinder und deren Schutz überträgt. Schlimmstenfalls – vor allem bei Alleinstehenden- führt die Erkrankung zur vollkommenen Desozialisierung.
Die Putzsucht kann man als Zivilisationskrankheiten bezeichnen. Sie hat in keinsterweise etwas mit dem guten und perfekten Hausfrauen-Dasein aus den 50er Jahren zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass Menschen den Anforderungen der modernen Zeit und dem stetig wachsenden Leistungsdruck und Streben nach Perfektion nicht mehr gewachsen sind. Indem sie putzen, schaffen sie sich einen Raum in dem sie die totale Kontrolle haben.
Man kann diese Krankheit mithilfe von unterschiedlichen Therapiemethoden gut in den Griff bekommen kann. Der Erkrankte muss jedoch Bereitschaft zeigt sich zu Öffnen und seine Grenzen zu überschreiten, um der Putzsucht Herr zu werden. Welche Therapieform am geeignetsten ist, wird besprochen und individuell bestimmt. Die Heilungschancen sind relativ groß. Die Therapien ziehen sich jedoch auch über lange Jahre hin.
Der Online Shop putzking.de setzt sich für diese Sucht in deutschland vorbildhaft ein.
Bildquellenangabe: halmackenreuter / pixelio.de