Sucht im Portrait: Shoppingsucht bzw. Kaufsucht
Februar 16, 2011 Psychologie, Sucht
Die Shoppingsucht ist eine weitverbreitete Krankheit, unter der oftmals Frauen und junge Mädchen leiden. Dabei spielt es keine Rolle, was genau gekauft wird, denn eine gewisse Befriedigung werden Sie bei den Betroffenen nur bei dem eigentlichen Kauf-Vorgang bemerken. Da kann es durchaus geschehen, dass die CDs nicht einmal angehört werden und dass das neue Computer-Spiel in seiner Verpackung liegen bleibt.
Wann ist eine Shoppingsucht gegeben?
Wenn Ihnen auffällt, dass Ihre Bekannte sehr oft – das kann auch täglich sein – einkaufen geht und mit Dingen heimkommt, die zugegebenermaßen gar nicht benötigt werden, dann liegt der Verdacht nahe. Auch wenn das vierte Paar rote High-Heels gekauft und nicht einmal angezogen wird, kann bereits von einer Shoppingsucht gesprochen werden. Sie werden hierbei feststellen, dass die Betroffenen oftmals zu Hause die eingekauften Sachen verstecken und nach außen hin kein gestörtes Einkaufsverhältnis zeigen. Allerdings können Sie eine solche Sucht ganz einfach daran bemerken, dass ohne Sinn und Verstand eingekauft wird. Dabei wird dann oft der geldliche Rahmen gesprengt, sodass eine Überschuldung eine häufige Suchtfolge ist.
Abhilfe schaffen
Zunächst einmal können Sie der Betroffenen den guten Tipp geben, dass nur mit einem Einkaufzettel eingekauft wird. Was nicht darauf steht, wird im Laden gelassen. Bei einem Anfall von Frust-Shopping hilft eine Ablenkung, mit der man sich wirklich etwas Gutes gönnt. Also gehen Sie mit Ihrer Freundin essen oder einen Kaffee trinken. Das Fernbleiben von Boutiquen und großen Kaufhäusern kann ebenso wahre Wunder wirken. Und wenn doch einkauft, wird: Nur mit Bargeld, die Kreditkarte (die man ja heutzutage zum Leid vieler Shoppingsüchtigen bereits sehr einfach ohne großen Antrag über das Internet bekommt) bleibt zu Hause. Ist die Shoppingsucht zu stark, dann sollten Sie zu einem Therapeuten oder auch zu einer Selbsthilfegruppe raten. Letzteres finden Sie beispielsweise unter www.kaufsuchthilfe.de.
Bildquellenangabe: Thorben Wengert / pixelio.de