Sucht – was ist das?
Welche Gedanken bewegen Sie, wenn Sie die Wörter süchtig oder Suchthilfe lesen oder hören? Entweder Sie gehören zu den Betroffenen oder den Familienangehörigen, oder Sie haben beruflich mit der Thematik zu tun. Ist es nicht so, dass es bei allen Anderen weit weggeschoben wird und diese vielleicht denken, dass Sie nie davon betroffen sein können?
Was bedeutet das Wort Sucht?
Sucht ist eine Abhängigkeit von einem Medikament, einer Droge oder auch gewissen Handlungen mit einem unbezwingbaren Verlangen nach diesem Mittel. Bezeichnend für eine Abhängigkeit ist dann auch die langsame Dosissteigerung, damit der gewünschte Effekt noch erzielt wird. Der Übergang von einer lieb gewordenen Gewohnheit bis zur Sucht und damit auch die Notwendigkeit der Suchthilfe ist fließend und kann jeden treffen. Es spielt dabei auch keine Rolle, zu welcher Bevölkerungsschicht Sie gehören oder in welchem Umfeld Sie leben. Es ist auch nicht nur die körperliche Abhängigkeit von Medikamenten und Drogen, sondern es gibt noch viele weitere Gewohnheiten, die abhängig machen können. Das ist unter anderem die Kauf-, Spiel-, Sex-, Internet- oder Nikotinsucht.
Wie kann aus einer Gewohnheit eine Abhängigkeit werden?
Dabei fängt es immer ganz harmlos an. Das Bier zum Feierabend, der Verdauungsschnaps nach dem Mittagessen, das Glas Sekt nach einem gelungenen Projekt. Solange es dabei bleibt und nicht zur Gewohnheit wird, sind diese Dinge harmlos. Nur, wie schnell greift zum Beispiel zur Flasche, wenn Probleme auftauchen oder bei Einschlafschwierigkeiten? Wer von Ihnen hat nicht auch schon einmal einen so genannten “Frustkauf” getätigt. Oder wie sieht es aus, wenn unsere Kinder aus Neugier in eine Spielhalle gehen oder sich stundenlang hinter dem Computer verstecken? Wie schnell kann auch aus dem Wunsch nach der “Traumfigur” eine Magersucht entstehen. Sie haben sicher schon von prominenten Opfern gehört oder gelesen. Mit einer Suchthilfe ist der erste Schritt zu einem normalen Leben getan.