Computerspiele und Egoshooter als Sucht

Mai 24, 2011 Allgemein und News

Egoshooter, Strategiespiele und Rollenspiele sind insbesondere bei Jugendlichen sehr beliebt. Das diese vermeindlichen Hobbys eine Sucht auslösen können, wurde in den letzten Jahren immer deutlicher. Immer öfter hört man von Jugendlichen die zum Teil mehr als 12 Stunden am Tag vor dem Bildschirm sitzen und z. B. Rollenspiele, Strategiespiele oder Egoshooter spielen. Der Grad zwischen dem reinen Spaß am Spiel und der Sucht ist schmal.

Forschungen der Berliner Charite haben ergeben, dass ca. 12% aller PC-Spieler Sucht gefährdet sind. Die Gefahr süchtig zu werden ist besonders hoch bei dem Egoshooter, Strategiespiele oder Rollenspiele. Diese Spiele haben ein Problem: Sie haben keinen Schluss. Bei einem bekannten Rollenspiel z. B. erscheinen immer neue Erweiterungen oder Updates. Die Spieler befinden sich in einer nicht endenden Schleife.

Eine Sucht kann ausgelöst werden durch Unzufriedenheit, fehlendes Selbstwertgefühl oder Probleme mit Freunden oder Eltern. In diesen scheinbar ausweglosen Situationen, erscheinen Egoshooter, Strategiespiele und Rollenspiele als die letzte Rettung aus den unangenehmen Situationen. Die ersten Anzeichen für eine Sucht können folgende sein:

- Entzugserscheinungen bei nicht spielen
- Nur das Spielen verschafft positive Stimmung
- Rückzug aus dem Leben (Keine Hobbys, Freunde oder Aktivitäten mehr)
- Der Zwang zu spielen
- Das Spiel hat den höchsten Stellenwert im Leben des Spielers

Wie kann man mit dem Süchtigen umgehen oder ihm helfen?

- Auf keinen Fall bedrängen, sonst wird sich der Süchtige noch mehr zurück ziehen. Gehen Sie offen mit der Situation um und sprechen Sie darüber.
- Beschäftigungsausgleich bieten z. B. Aktivitäten die zu seinen Hobbys gehörten (Langsam wieder in das sogenannte “Real Life” einführen und die Lust der Spiele in neue Kanäle wie z.B. Sport oder das Softair Spiel leiten).
- Besuchen Sie die Suchtberatung, in sehr vielen deutschen Städten gibt es bereits eine Beratung oder Fachambulanz für Spiel-Süchtige. Beim Fachverband für Medienabhängigkeit (http://www.fv-medienabhaengigkeit.de) finden Sie weitere Tipps & Hilfe.

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